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Was ist Bestandsmanagement?

Bestandsmanagement wird ben√∂tigt, um die Lagerbest√§nde¬†auf optimaler Menge zu halten.¬†Ziel des Bestandsmanagements ist es, so viele Lagerbest√§nde wie n√∂tig und so wenig wie m√∂glich im Lager zu f√ľhren. Das erm√∂glicht effizienten Service und ein hohes Ma√ü an Kundenzufriedenheit.

Welche Faktoren haben Einfluss auf das Bestandsmanagement?

Die Einfl√ľsse auf das Bestandsmanagement lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

Interne Faktoren: Hier kommt es auf die Art des Unternehmens an. Was wird produziert? Wie flexibel wird produziert und wie viele Fertigungsstufen gibt es? Jedes Unternehmen beantwortet diese Fragen individuell und hat damit auch individuelle Herausforderungen im internen Bereich. Es lässt sich aber sagen: Auf interne Faktoren kann reagiert und Einfluss genommen werden. 

Externe Faktoren: Hier spielen vorwiegend Lieferanten eine gro√üe Rolle. Unternehmen sind davon abh√§ngig, dass Lieferanten die definierten Liefertermine einhalten. Au√üerdem muss die Qualit√§t und Anzahl der gelieferten G√ľter korrekt sein.¬† Gleichzeitig¬†geh√∂ren zu den externen Faktoren auch Entwicklungen¬†am Markt. Etwa ein pl√∂tzlicher Anstieg in der Nachfrage f√ľr ein bestimmtes Produkt. Auf externe Faktoren kann daher nur bedingt Einfluss genommen werden. Hier ist es umso wichtiger, schnell und ad√§quat¬†mit durchdachtem Bestandsmanagement zu reagieren.

Wieso ist Bestandsmanagement wichtig?

Alle Bestände im Lager binden in letzter Konsequenz wertvolles Kapital. Je höher der Lagerbestand, desto geringer die Liquidität. Im Umkehrschluss bedeutet das: Ein gut durchdachtes Bestandsmanagement hilft, den Kapitalbedarf zu senken. Das freigesetzte Kapital kann dadurch an anderer Stelle sinnvoll investiert werden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Das Lagerrisiko wird gesenkt. Auf der anderen Seite ist es gleichzeitig wichtig zu sehen, dass trotz dessen immer genug Lagerbestände vorhanden sein sollten, um Engpässe bei der Belieferung von Kunden zu vermeiden. 

Wie läuft Bestandsmanagement ab?

Im Grunde benötigt erfolgreiches Bestandsmanagement immer drei Schritte: 

  • Bedarfsplanung: Ziel bei der Bedarfsplanung ist es, die zuk√ľnftigen Bedarfe so akkurat wie m√∂glich zu planen und Vorhersagen zu treffen.
  • Lagerbestandsplanung: Hier sind drei¬†Gr√∂√üen zu beachten. Zun√§chst wird hier der Sicherheitsbestand definiert. Das ist der Bestand, der immer im Lager sein sollte, um auch in Notfallsituationen noch liefern zu k√∂nnen. Damit geht dann auch der Meldebestand einher. Hier wird definiert, ab wann eine (automatische) Bestellung ausgel√∂st werden muss, damit der Sicherheitsbestand (auch Mindestbestand genannt) gew√§hrleistet ist. Die letzte Variable ist die Bestimmung des Maximalbestands. Als abschlie√üender Schritt in der Lagerbestandsplanung wird hier bestimmt, was die H√∂chstgrenze an Lagerbest√§nden darstellt. Diese sollte nicht √ľberschritten werden, um unn√∂tige Kosten zu vermeiden.
  • Beschaffungsplanung: Dieser¬†Teil¬†des Bestandsmanagements ist der letzte Schritt. Hier geht es darum, die optimale Balance aus dem prognostizierten Bedarf und der Lagerbestandsplanung zu gew√§hrleisten.¬†Von der¬†Warenbeschaffung bis zur Logistik wird in dieser Phase alles geplant.¬†

Kann man Bestandsmanagement optimieren?

Letztlich geht es im Bestandsmanagement immer darum,¬†genau das richtige Ma√ü an Ressourcen, Waren und Produkten im Lager zu halten. Also so wenig wie m√∂glich, aber so viel wie n√∂tig. Ziel eines jeden Unternehmens bei der Bestandsoptimierung ist es daher, alles daf√ľr zu tun, um genau dieses¬†richtige Ma√ü zu finden. Aufgrund der Komplexit√§t¬†der dahinterstehenden Logistik und den unz√§hligen Faktoren ist ein 100 % akkurates Bestandsmanagement in der Praxis nicht m√∂glich. Jedoch gibt es verschiedene Methoden, die angewandt und miteinander kombiniert werden k√∂nnen, um dem Optimum so nah wie m√∂glich zu kommen.¬†

Das kommt gerade richtig ‚Äď Just in time!

F√ľr Unternehmen, wo die Supply Chain der Produkte planbar ist, kann die ‚ÄěJust in time‚Äú Methode hilfreich sein. Das bedeutet, Ressourcen werden genau dann geliefert, wenn sie in der Produktion verarbeitet werden k√∂nnen.¬†Bzw. Produkte werden genau zu dem Zeitpunkt fertiggestellt, wenn Kunden sie ben√∂tigen. Dadurch werden die Lagerbest√§nde reduziert und in letzter Konsequenz die Kosten gesenkt.¬†

ABC-Analyse 

Hier werden alle Waren im Lager in drei Kategorien unterteilt. Die Kategorien lauten: Sehr wichtig (A), wichtig (B) und weniger wichtig (C). Dadurch können Unternehmen ihre Waren so planen, dass möglichst nur Waren gelagert werden, die einen hohen Umsatz erwirtschaften und oft verkauft werden. 

FIFO und LIFO

Je nach gef√ľhrten Produkten und wirtschaftlicher Situation ist eine n√§here Betrachtung der Reihenfolge, in der die Waren verkauft¬†werden, durchaus sinnvoll und Teil der Optimierung.¬†

  • FIFO (First in First out): Das bedeutet praktisch, dass die √§ltesten Waren zuerst verkauft werden. Gerade bei Unternehmen, die auf Handel mit verderblichen Waren spezialisiert sind, ist diese Methode praktisch.¬†
  • LIFO (last in First out): Hier werden die neusten Waren als Erstes wieder verkauft. Das kann aus steuerrechtlichen Gr√ľnden Sinn ergeben. Gerade in Zeiten von Geldentwertung (Inflation).

Digitales Bestandsmanagement

F√ľr die beste Nutzung des Optimierungspotenzials ist es heutzutage unerl√§sslich, digitale Helfer zur Hand zu nehmen. Planungssoftware, die in Echtzeit valide Informationen √ľber Lieferketten und √úberschreitungen oder Unterschreitungen von Lagerbest√§nden gibt, hat viele Vorteile.¬†¬†

Was ist ein Zielsystem beim Bestandsmanagement? 

Ein Zielsystem dient dazu, das Bestandsmanagement in messbare Größen zu bringen. Daraus lässt sich also ableiten, wie erfolgreich das Bestandsmanagement ist. Grundsätzlich sind die drei Messgrößen: Kapitalbindung, Lieferservice und Kapitalbindungskosten.

Ist das Bestandsmanagement erfolgreich? 

Anhand der drei Messgrößen lässt sich das grundsätzlich gut bestimmen

  • Kapitalbindung:¬† Hier geht es darum, eine m√∂glichst geringe Anzahl an Vorr√§ten im Lager zu halten.¬†¬†
  • Lieferservice: Zu diesem Bereich geh√∂rt die F√§higkeit¬†zu liefern, sowie die¬†Anzahl der gelieferten Ware und¬†ob angegebene Termine eingehalten werden. Auch “Stock outs” werden hier ber√ľcksichtigt.¬†
  • Kapitalbindungskosten: Dazu geh√∂ren alle Kosten, die f√ľr den Lagerbestand auftreten.

Worauf muss man beim Bestandsmanagement achten? 

Diese vier Aspekte sollten beim Bestandsmanagement immer beachtet werden:

  • Tracking: Sie sollten stets wissen, wo sich ihre Ressourcen gerade in der Lieferkette befinden.¬†
  • Auftragsmanagement: Dazu geh√∂rt die kontinuierliche Anpassung von Preisen, das Aussenden von neuen Angeboten und das Handling von Retouren.¬†
  • √úbertragung:¬†Ist Ihre Ware am richtigen Ort? Stellen Sie¬†stets sicher, dass ihre Ressourcen auch genau dort sind, wo sie wirklich gebraucht werden.¬†
  • Controlling: Sammeln Sie Daten und analysieren Sie die Prozesse. Dadurch k√∂nnen sie im besten Fall wertvolle Informationen f√ľr Bedarfsprognosen, Lieferf√§higkeit und √úberbest√§nde ableiten.¬†

Was ist der Unterschied zwischen Bestandsmanagement und Bestandskontrolle? 

Die Bereiche sind in der Praxis eng miteinander verwoben. Allerdings sind auch einige Unterschiede zu markieren. Das Bestandsmanagement ist¬†die umfassende Strategie mit allen Komponenten, um den optimalen Lagerbestand zu gew√§hrleisten. Die Bestandskontrolle hingegen besch√§ftigt sich eher mit den genauen Abl√§ufen und Prozessen¬†sowie¬†dem Tracking des vorhandenen Bestands.¬† In der Praxis¬†ist es m√∂glich f√ľr beide Bereiche separate Systeme zu nutzen, oder L√∂sungen zu verwenden, die bereits beide Bereiche integriert haben.¬†

Bestandsmanagement Zusammenfassung

Bestandsmanagement ist nah verwandt mit¬†der Bestandsoptimierung. Beim Bestandsmanagement geht es darum, eine akkurate Bestandsplanung vorzunehmen.¬†Je weniger Waren im Bestand gelagert werden,¬†desto h√∂her ist die Liquidit√§t und desto niedriger die Kapitalbindung.¬†¬†Bei¬†optimiertem Bestandsmanagement braucht es die¬†drei Teilbereiche Bedarfsplanung, Lagerbestandsplanung und Beschaffungsplanung. Jeder Teilbereich hat seine wesentlichen Schwerpunkte und Verfahren. F√ľr eine Verbesserung der Lagerhaltungen und der Bestandsf√ľhrung k√∂nnen verschiedene Methoden wie die ABC-Methode und Softwarel√∂sungen eingesetzt werden. Die Einfl√ľsse auf das Bestandsmanagement k√∂nnen sowohl intern als auch extern sein und sind oft von komplexer Natur.¬† Bei der Beschaffung und Disposition von Waren sollte stets darauf geachtet werden, √ľber alle Vorg√§nge m√∂glichst klar im Bilde zu sein. Je genauer der √úberblick √ľber die Supply Chain, das Tracking, Auftragsmanagement und Controlling, desto besser kann die Berechnung und Erstellung von Prognosen geschehen.¬†

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